Trans Magazine Nr. 09/10


Soundspacearchitecture
Ein Versuch der Sichtung eines weiten Feldes zwischen zwei Disziplinen – ausgelöst durch vier zeitgenössische Musikproduktionen auf dem New Yorker Label Caipirinha, die sich von gebauter Architektur inspirieren liessen: Toyo Itos “Tower of Winds”, Nicholas Grimshaws “Waterloo Terminal”, Itsuko Hasegawas “Museum of Fruit” und Oscar Niemeyers “Brasilia”.
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Qvest Nr. 09


Play & Record
Das Bild von Berlin als kunterbunte Spielwiese für Sound & Music ist hinreichend bekannt und etabliert. Ob Klassik, Oper, Schlager, Rock, Pop, zeitgenössische oder elektronische Musik – der hiesige Bär spielt gerne die erste Geige und tanzt und feiert bis in den frühen Morgen. Berlins musikalische Kompetenz beschränkt sich aber keineswegs ausschliesslich nur auf Produktion und Spiel; auch im Bereich der Aufnahme war, ist und bleibt Berlin ein Ausnahmentalent.
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De:Bug Nr. 86


Misc - Mit der Kettensäge ins Studio
Vorbei sind die Zeiten, in denen Christoph Bleckmann und Hannes Werner in ihrem Studio zarte Minimaltechno-Pflänzchen gezüchtet haben. Auf ihrem zweiten Album als Misc verwandeln sie ihren Minimal-Garten mit kompromisslosem Techno-Punch in einen umgepflügten Rave-Acker. It's Crunch Time!
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De:Bug Nr. 86


Jake Fairley - Die Gitarre in Toronto, die Bassdrum in Berlin
In der beliebten Serie über Exil-Kanadier in Berlin begrüßen wir im Oktober Jake Fairley, der nach dem Schulterschluss mit Landsmann Jeremy Caulfield ein Album vorlegt, dass eine kanadische Kindheit inmitten von Rockmusik mit dem Synthesizer nachspielt. Harte Zeiten für Puristen: Das Songwriting ist zurück.
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De:Bug Nr. 85


Justin Berkovi - Kein Bock auf Kinderkrawall
Die Legende besagt, dass gerade Mucki-Techno-Haudegen Dave Clarke Justin Berkovi bei einigen Pints mit den richtigen Fragen zur musikalischen Introspektion animierte. Nach drei Jahren Sinnieren und Überprüfen ist nun Berkovis neues Album fertig. Bestärkt in seiner Liebe zur elektronischen Musik hat er es "Passion" getauft.
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De:Bug Nr. 84


James T. Cotton - Kindheitstraum in Acid
Mit "The Dancing Box" erfüllt sich Tadd Mullinix aka Dabrye aka James T. Cotton seinen Kindheitstraum: die Platte machen, die er sein Leben lang nicht im Laden kaufen konnte. Rotzig und dreckig schreibt er Jack und Acid wieder auf alle Playlists. Für Cotton ist das kein Revival, sondern gelebte Realität.
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De:Bug Nr. 82


Detroit Grand Pubahs - Je mehr Pfeffer, desto deffer
He, Männer mit angeklebten Vollbärten stehen nun mal auf Frauen mit beuligen Ärschen, was ist falsch daran? Paris the Black Fu aka Detroit Grand Pubahs kann da genauso wenig ein Problem sehen wie bei der Kombination aus Entertainer, Electro und dem falschen Witz im richtigen Moment. Das hat bei "Sandwiches", dem Hit von 2000, bestens funktioniert - und wird es auch jetzt mit dem neuen Album "Galactic Ass Creatures from Uranos".
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De:Bug Nr. 82


123klan - Digitales Graffiti
Die französische Gruppe123 Klan verknüpft schon seit über zehn Jahren Vektorgrafik und Graffiti-Stil auf verschiedenen Untergründen. Zwischen Magic Markers und Maus verlegen sie sich seit längerem aufs legale Arbeiten (etwa für MTV, Nike oder verschiedene Hip Hop-Künstler) und bringen ihren Kindern zeitig das Graffiti-Lesen bei. Pat Kalt und Viviana Tapia trafen das Gründerpaar Scien und Klor in München auf der "Toca me"-Konferenz.
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De:Bug Nr. 80


Ada - Ein winziges Sample und dann die Welt
Das Kölner Label Areal gehört zu den Hitschmieden, die ohne Kompromiss poppig sein können, ohne das Raven zu lassen. Die Produzentin Ada flickt aus dieser Kombination die unausweichlichsten Schmusemonster.
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De:Bug Nr. 77


Dave Clarke - Techno mit Attitüde
Techno mit Attitüde. Dave Clark weiss, was er will und wie man etwas aus seinem Ruf als englischer Techno-Pionier und Turntable-Wizard macht. Statt über Zigarren und Autos redet er lieber über sein neues Album "Devil's Advocate" und die Ursprünge von House, warum er keine Computer mag und wieso ihm die Chicks on Speed trotz seines felsenfesten Selbstvertrauens doch ein bisschen unheimlich sind.
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De:Bug Nr. 72


Crowdpleaser - Das Studioschwein vom Genfer See
Mit Techno erster Ravekajüte beglückt Mental Grooves Crowdpleaser nicht nur das wohlhabend verschlafene Genf . Hart und direkt zwischen DAF und KLF findet der Schweizer Produzent und Grafiker ständig neue Freunde elektronischer Partyaspekte.
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De:Bug Nr. 71


Ellen Allien - Die ravende Introspektion
Ellen Allien hält auch auf ihrem zweiten Album, nicht nur wegen des Namens, Berlin als allgegenwärtiges Bezugssystem fest im Blick. Der schweift mitunter ab vom klassischen Raveformat und entdeckt die introspektive Techno-Chanteuse als Indie- und IDM-affine Erweiterung des eigenen Sounds.
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De:Bug Nr. 68


Tiga - Electro auf den Hund gekommen
Mit einem legendärern Traveller-DJ als Papa und einem Hit in dem Remix-Hit "Sunglasses At Night" in der Hosentasche, kann sich Tiga aus Montreal lässig zurücklehnen und mal eben eine DJ-Kicks hinfusseln. Zwischen Soft Cell und einer neu gesungenen Version von Felix da Housecats "Madame Hollywood" lebt Tiga die Magie des Pops. Mit dem teuersten Analog/Digital-Wandler der Welt.
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De:Bug Nr. 68


Misc - Halb daneben ist voll getroffen
Wenn Christopher Bleckmann und Hannes Wenner nicht gerade in einer der angesagten Kölner Bar- und Clublocations abhängen, stecken sie vermutlich wieder im gemeinsamen Studio und arbeiten an einem ihrer vielen ambitionierten Projekte. Jüngstes Ergebnis ist das misc.-Album "in between", eine State-of-the-Art-Aussage zur aktuellen Techhouse-Landschaft.
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De:Bug Nr. 67


Deadbeat - Des Dubs deutliche Dokumente
Deadbeat aka Scott Monteith aus Montreal braucht sich um Sounddesign keine Sorgen mehr zu machen. Mit einer Klangbibliothek bis unters Hochbett kann er sich auf seinem neuen Album für Scape voll auf den Song im Dub konzentrieren. Auch bei nicht-jamaikanischen Temperaturen klingt "Wild Life Documentaries" so, als ob alle Tapeschleifen vom Black Arch auf einmal lostuckern.
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De:Bug Nr. 65


Feadz - Digi-Greenhorn mit naseweisem Übermut
In Paris bastelt Fabien Pianta aka DJ Feadz an seiner Version des BPitch-Sounds. Mit einer Vergangenheit als B-Boy, einer großen Schwester als DJ, nach einer Welttournee mit Mr. Oizo und diversen Berlin-Aufenthalten kann jetzt nichts mehr schief gehen. Und wenn die Metro in Paris komplett mit BPitch-Stickern tapeziert ist (merci, Fabien), dann auch in Frankreich nicht.
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De:Bug Nr. 62


Mercurochrome - Da wummert die Kuh
Wenn man in einem Kanton mit 70.000 Menschen und 80.000 Kühen ein Technolabel zum Bergezerknirschen aufbauen will, hat man mit ganz eigenen Problemen zu kämpfen. Den Kühen zum Beispiel. "Mercurochrome"-Chef Ferlin singt uns den Alm-Senner-Brighton-Soundclash.
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unveröffentlich


Naftali Bezem – Das Geflecht als interkulturelle Konstante
Dieser kunstwissenschaftliche Einleitungstext wurde für eine Monographie des israelischen Künstlers geschrieben, die leider nicht veröffentlicht wurde.
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