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gestern
werde ich aufhören, die zukunft zu einer sache der vergangenheit
zu machen.
archiv. ablage. manifest. diskurs. der namen und ideen vielerlei dinge.
vielleicht ein zaghaftes festhalten an jenen konstruktionen, die erlauben
länger als erwartet der transitorik der historie widerstände
entgegenzusetzen. (histor = der geschichtenerzähler? wider-stand
= muss ich die füsse dazu auf dem boden haben, um den himmel
über mir zu spüren?)
wo ich anfange zu schreiben, wird es aufhören zu existieren.
dilemma. nie bin ich da(s), worüber ich schreibe. trotzdem: festhalten.
geschichte machen kann nur eines heissen: geschichten schreiben. die
mannigfaltigkeit eines solchen schreibens kann uns nicht stören,
sie ist bestandteil des programms. meine geschichten werden niemals
die deinen sein, auch wenn wir sie teilen. wir surfen in denselben
gewässern, seite an seite, teilen die winde und wellen und lassen
uns von der sonne ins gesicht scheinen. nur im individuellen erleben
des kollektiven erlebnis scheinen die möglichen formen unser
zukünftigkeit gerecht verteilt. die freiheit des andersdenkens
wird hier zur freiheit des anderserlebens.
die theorie in eine praxis überführen. tun, was das denken
uns nicht erlaubt. darüberhinaus gelangen, wo die grenzen des
eigenen territoriums das andere des aussens streifen. die intensitäten
des ephemeren als grundlage der eigenen geschichten akzeptieren, die
bälle flachhalten, die ränder des ichs ausfransen lassen
zugunsten des erfahrens. nicht gierig werden, keiner nostalgie tribut
zollen, drogen nicht besitzen wollen. räume rückwärts
wahrnehmen, musik nach vorne spielen, dimensionen erlauben, die wir
noch nicht kennen.
an dieser schnittstelle der intensitäten setzen unsere arbeiten
ein, beginnen unsere geschichten zu schreiben, entstehen unsere projekte.
archiv. ablage. manifest. diskurs. morgen hörte ich auf, die
vergangenheit zu einer sache der zukunft zu machen.
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