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Brigitte Häring, Pat Kalt, Natalie Schweizer,
Jana Ulmann, Sandro Zanetti
DAS PROJEKT WAHRNEHMUNG bestand aus unterschiedlichen Veranstaltungen,
die sich innerhalb und außerhalb der Universität Basel
im Sommersemester 1998 abspielten. In einer kleinen Gruppe von fünf Studierenden
hatten wir uns vorgenommen, eine Plattform zu schaffen, auf der das
Themenfeld "Wahrnehmung" aus möglichst unterschiedlichen
Perspektiven beleuchtet werden sollte. Die Idee zu diesem Projekt war zwei
Jahre zuvor entstanden, und die Motivation ergab sich aus der Lust,
ein eigenes interdisziplinäres Programm zu gestalten. Leitend
war dabei auch der Überdruß an den hierarchischen universitären
Strukturen und das Unbehagen gegenüber Lehrveranstaltungen mit
fehlendem Aktualitätsbezug. Das Projekt wollte den breit geführten
Disput rund um das Verhältnis von alten und neuen Medien in ihrem
Bezug zu den von ihnen betroffenen Möglichkeiten von Wahrnehmung
aufgreifen und den entsprechenden Fragen in einem eigens dafür
entworfenen Rahmen weiter nachspüren.
DAS PROJEKT WAHRNEHMUNG bestand aus unterschiedlichen Veranstaltungstypen.
Neben den "Standpunkten" (über 30 inner- universitäre
Lehrveranstaltungen, die im voraus und zusammen mit den Fachvertretern
im Blick auf ein möglichst dichtes Angebot zum Thema koordiniert
wurden) gab es "Brennpunkte" (öffentliche Veranstaltungen
mit einem kulturellen Schwerpunkt) und als Abschluss ein Symposion,
das am 12. und 13. Juni 1998 in der Kulturwerkstatt Kaserne in Basel
stattfand.
In Zusammenhang mit diesem Projekt konnten wir ein außer- gewöhnliches
Begleitprogramm mit Performances, Ausstellungen, einer Filmreihe und
Parties zusammenstellen und einer breiten Öffentlichkeit präsentieren.
Gemeinsam mit dem Stadtkino Basel zeigten und diskutierten wir die
Filme "The Draughtman's Contract" von Peter Greenaway, "Blow-Up"
von Michaelangelo Antonioni, "Zelig" von Woody Allen, "Family
Viewing" von Atom Egoyan und "Strange Days" von Kathryn
Bigelow. Das Kantonsmuseum Baselland lud im Zusammenhang mit unserem
Projekt zu einer Wahrnehmungsreise in die archäologische Vergangenheit
der Basler Region ein. Die Künstlergruppe "Der längste
Tag" bespielte mit einer themenbezogenen Performance 96 Stunden
lang die Räume des Deutschen Seminars am Nadelberg (Weltrekord!).
Und der Künstler Peter Vogel präsentierte seine interaktive
Techno-Klang- wand "Wallpiece", die auf die Bewegungen der
Benutzer/Tänzer mit rhythmischen Klangfiguren antwortet.
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